Kapitel 1

Einstieg

JustMakeQ ist eine Multimedia-Showsteuerung: Sie spielt im Verlauf einer Show eine Liste von "Cues" (Audio, Video, Bild, MIDI, OSC ...) der Reihe nach ab, einzeln ausgelöst mit der GO-Taste.

JustMakeQ installieren und starten

Laden Sie das zu Ihrem System passende Installationsprogramm in Ihrem Downloadbereich herunter und starten Sie es. Beim ersten Start erscheint der Startbildschirm:

Startbildschirm von JustMakeQ

Der Startbildschirm: ein neues Projekt anlegen, ein vorhandenes öffnen oder ein zuletzt verwendetes Projekt aufrufen.

Der Lizenzstatus erscheint unter dem Logo ("Lizenz aktiviert" in Grün). Ist das noch nicht der Fall, öffnet die Schaltfläche "Meine Lizenz verwalten" den Aktivierungsassistenten - verwenden Sie die Datei .jmqa, die Sie bei der Kontoerstellung per E-Mail erhalten haben.

Ein erstes Projekt anlegen

Klicken Sie auf "Neues Q", um ein leeres Projekt zu starten. Das Hauptfenster öffnet sich mit einer noch leeren Cue-Liste:

Hauptfenster von JustMakeQ, leeres Projekt

Das Hauptfenster: Transportleiste (GO/Stop/Pause) oben, Schaltflächen zum Hinzufügen von Cues direkt darunter, Cue-Liste links, Inspektor rechts.

Um einen Cue hinzuzufügen, klicken Sie in der Leiste "+ Cue" auf seinen Typ (Audio, Video, Bild, MIDI, OSC, PJLink, HTTP, Fade, Play, Pause, Stop, Wait, Group, Sep). Er erscheint sofort in der Cue-Liste:

Ein Audio-Cue in der Cue-Liste

Ein Audio-Cue wurde soeben hinzugefügt - er erscheint rot/orange, solange ihm keine Datei zugeordnet ist.

Klicken Sie den Cue in der Liste an, um ihn im Inspektor (rechts) zu öffnen: Dort werden alle Parameter eingestellt, beginnend mit der abzuspielenden Datei im Reiter "Einstellungen".

Audio-Cue sélectionnée, inspecteur ouvert

Ein ausgewählter Cue: Der Inspektor zeigt seine Kennung (Name, Nummer, Farbe) und sein Timing (Pre-Wait, Post-Wait, Auto-Follow/Auto-Continue).

Die Show starten

  • Leertaste oder die Schaltfläche GO: löst den Cue unter dem Abspielzeiger aus (das orange Dreieck in der Cue-Liste) und rückt den Zeiger auf den nächsten vor.
  • Esc oder die Schaltfläche Stop All: stoppt alles, was gerade läuft.
  • P oder die Schaltfläche Pause: pausiert den ausgewählten Cue; Pause All pausiert alles (kein Standardkürzel).
  • H oder die Schaltfläche Set Head: setzt den Abspielzeiger auf den ausgewählten Cue, ohne ihn auszulösen.
  • / : bewegen den Abspielzeiger zum nächsten/vorherigen Cue, ohne ihn auszulösen.

Dies sind die Standardkürzel - sie lassen sich unter Einstellungen > Tastenkürzel anpassen.

Jeder Cue kann eine Vorwartezeit (vor dem Start) und eine Nachwartezeit haben (bevor der nächste Cue automatisch folgt, wenn "Auto-continue" aktiviert ist). "Auto-follow" löst den nächsten Cue sofort aus, ohne das Ende des laufenden abzuwarten.

Kapitel 2

Einstellungen

Die Schaltfläche "Einstellungen" in der Werkzeugleiste öffnet einen Dialog mit Reitern, der alle Einstellungen bündelt, die nicht von einem bestimmten Projekt abhängen (Hardware, Netzwerk, Tastenkürzel). Jeder Reiter wird unten beschrieben; die Tastenkürzel haben ein eigenes Kapitel (3), ebenso die KI-Steuerung (13).

Allgemein

Onglet Allgemein des Einstellungen

Design, GPU-Beschleunigung für Video, GO-Schutz (Mindestabstand gegen Doppeldruck), Verhalten von Stop All (sofortiger Stopp oder Fade), Klickoption für die Cue-Liste, Export/Import der Einstellungen.

"Einstellungen exportieren..." / "Einstellungen importieren..." (unten) sichern oder übertragen alles Hardwareunabhängige (Design, Sprache, OSC-Patches, Server, Tastenkürzel) in eine Datei - praktisch, um die Konfiguration auf einem anderen Rechner zu übernehmen, ohne alles von Hand neu einzustellen. Bildschirme, Soundkarten und Videoflächen der jeweiligen Installation sind nie enthalten.

Audio > Routing

Onglet Audio des Einstellungen, sous-onglet Routing

Jeder physische Ausgang (Soundkarte) wird einmal deklariert: Name, Schnittstelle, Kanalzahl.

Audio > Patch

Onglet Audio des Einstellungen, sous-onglet Patch

Jeder Patch-Kanal (verwendet im Mixer eines Audio-Cues, Kapitel 7) wird hier frei benannt und auf einen realen Kanal eines in Routing deklarierten Ausgangs geroutet.

Video > Routing

Onglet Vidéo des Einstellungen, sous-onglet Routing

Jeder physische Ausgang (Bildschirm) wird einmal benannt; ein Testbild (Raster, Schachbrett ...) lässt sich direkt starten, um die Bildlage auf dem richtigen Bildschirm zu prüfen.

Video > Flächen

Eine "Fläche" verknüpft einen rechteckigen Bereich mit einem in Routing deklarierten Ausgang - sie ist das Ziel, das ein Video-/Bild-Cue auswählt (Kapitel 8). Reiter "Geometrie":

Onglet Vidéo des Einstellungen, sous-onglet Surfaces, Géométrie

Name, Ziel-Videoausgang, flächeneigenes Testbild, Auflösung (mit Schaltfläche zur Übernahme der Ausgangsauflösung) und die Option "Multiscreen-Fläche", um sich über mehrere Ausgänge zu erstrecken.

Reiter "Warp", zum Korrigieren der Verzerrung einer Projektion (unebene Wand, Projektorwinkel):

Onglet Vidéo des Einstellungen, sous-onglet Surfaces, Warp

Verzerrungsgitter (Modus Linear oder Bézier), Anzahl der Punktzeilen/-spalten, Verschieben mit der Maus (Klicken und Ziehen) oder der Tastatur (Pfeile, +Shift für 10px-Schritte), Mittelpunkt zum Verschieben der gesamten Fläche, Zoom per Mausrad.

OSC > Sortant (Patch)

Onglet OSC des Einstellungen, sous-onglet Sortant

Bis zu 6 Patches, jeweils mit Protokoll, Bank (Zielpult/-software), Quell-Netzwerkschnittstelle, Ziel und je nach Protokoll einem optionalen Passwort. Werden von OSC-Cues verwendet (Kapitel 10).

OSC > Entrant (Serveur)

Onglet OSC des Einstellungen, sous-onglet Entrant

Empfängt OSC-Befehle zur Fernsteuerung von JustMakeQ (GO, Stop, Pause, nächster/vorheriger Cue, Sprung zu einer bestimmten Cue-Nummer).

⚠️ Dieses Protokoll hat weder Passwort noch Verschlüsselung: Jeder Rechner, der diesen Port erreicht, kann Befehle senden. Schalten Sie den Server ab, wenn Sie ihn nicht nutzen, und vermeiden Sie "Alle Schnittstellen" außerhalb eines vertrauenswürdigen Netzwerks.

PJLink

Onglet PJLink des Einstellungen

Bis zu 10 gepatchte Projektoren (Name, Quellschnittstelle, Ziel, Port, optionales Passwort), verwendet von PJLink-Cues (Kapitel 11). Die Schaltfläche "?" fragt den Projektorstatus direkt aus diesem Fenster ab.

MIDI

Onglet MIDI des Einstellungen

Bis zu 4 Ausgangsports (für MIDI-Cues, Kapitel 9) und 4 Eingangsports (MIDI-Learn-Kürzel, Mischpult), die beim Start automatisch geöffnet werden.

Kapitel 3

Tastenkürzel

Unter Einstellungen > Tastenkürzel lässt sich jedes Kürzel anpassen; zusätzlich gibt es ein "MIDI Learn", um den Transport über einen physischen MIDI-Controller (Fußtaster, Controlleroberfläche ...) zu steuern.

Onglet Tastenkürzel des Einstellungen

Standard-Tastenkürzel, darunter die MIDI-Learn-Kürzel (ein Klick auf "MIDI Learn", dann eine CC- oder Note-Nachricht verknüpft das Bedienelement).

AktionStandardtaste
GOEspace
Stop AllÉchap
Nächster / vorheriger Cue /
Pause / ResumeP
Abspielzeiger setzen (Set Head)H

"Standardwerte zurücksetzen" stellt diese ursprünglichen Werte mit einem Klick wieder her, falls eine Anpassung Probleme bereitet.

Kapitel 4

Die Oberfläche

Das Hauptfenster gliedert sich in drei Bereiche:

Fenêtre principale annotée

Von oben nach unten: Transportleiste, Leiste zum Hinzufügen von Cues, dann die drei Bereiche (Aktive Medien, Cue-Liste, Inspektor).

  • Transportleiste (oben): GO, Stop All, Pause, Pause All, Navigation vor/zurück, Set Head, dann die Schaltflächen Inspector, Einstellungen, Console (Mischung) und Preview (Vorschaumonitor).
  • Leiste "+ Cue": eine Schaltfläche je Cue-Typ (siehe Kapitel 5) und ein Schloss, um Drag-and-drop in der Cue-Liste zu sperren (verhindert versehentliches Umsortieren während der Vorstellung, ohne das Hinzufügen neuer Dateien zu blockieren).
  • Aktive Medien (oben links): Live-Liste dessen, was tatsächlich läuft, unabhängig von der Position des Zeigers in der Cue-Liste.
  • Cue-Liste (unten links): die Sequenz der Show. Spalten: # (Nummer), Type, Name, Pre/Dur/Post (Zeiten), Loop, Marker, Notes. Das orange Dreieck zeigt den Abspielzeiger (Playhead) - den nächsten Cue, der bei GO startet.
  • Inspektor (rechts): Einstellungen des ausgewählten Cues auf zwei Reitern - "Identität" (Name, Nummer, Farbe, Timing, Auto-Follow/Auto-Continue, für alle Typen gleich) und "Einstellungen" (typspezifisch, siehe folgende Kapitel).

Das Menü "☰ Datei" bietet Neues Projekt, Öffnen, Speichern, Bundle erstellen (fasst Projekt und Medien in einem einzigen portablen Ordner zusammen) und Coworking-Sitzung ... (Kapitel 16). Das Menü "?" öffnet die Hilfe, die Diagnoseprotokolle und die Lizenzverwaltung.

Kapitel 5

Die Cue-Typen

JustMakeQ bietet 17 Cue-Typen, jeder mit eigener Farbe in der Cue-Liste, damit man sie auf einen Blick erkennt:

Neuf types de cues dans la cue-list

Von oben nach unten: Audio, Video, Bild, MIDI, OSC, PJLink, HTTP, Fade, Group - jeweils mit eigener Farbe.

  • Audio: Wiedergabe einer Audiodatei mit kanalweisem Routing (Kapitel 7).
  • Video / Bild: Anzeige auf einer Projektionsfläche, mit Geometrie und Effekten (Kapitel 8).
  • Stream: Anzeige eines Live-Netzwerk-Videofeeds auf einer Projektionsfläche (Kapitel 13).
  • MIDI: Senden einer oder mehrerer MIDI-Nachrichten (Kapitel 9).
  • OSC: Senden eines OSC-Befehls, über eine vorkonfigurierte Bank oder manuell (Kapitel 10).
  • PJLink: Steuerung eines Netzwerkprojektors (Kapitel 11).
  • HTTP: Webanfrage an einen Drittdienst, mit fertigen Vorlagen (Kapitel 12).
  • VISCA / ONVIF: Pan/Tilt/Zoom-Steuerung einer motorisierten Kamera (Kapitel 14).
  • Fade: verändert schrittweise Lautstärke, Deckkraft, Position oder Geschwindigkeit eines bereits laufenden Cues.
  • Play / Pause: startet oder pausiert einen bestimmten anderen Cue, ohne den Haupt-Abspielzeiger vorzurücken.
  • Stop: stoppt einen bestimmten Cue (oder alles, wenn kein Ziel gewählt ist).
  • Wait: eine einfache zeitgesteuerte Pause in der Sequenz.
  • GoTo: bewegt den Abspielzeiger zu einem anderen Cue der Liste (Schleifen, Verzweigungen).
  • Group: fasst mehrere Cues zusammen, die nacheinander ("Playlist") oder alle gleichzeitig ("Simultan") abgespielt werden - siehe Kapitel 6.
  • Sep (Trenner): eine reine visuelle bzw. Kapitelmarke in der Cue-Liste, ohne Einfluss auf die Wiedergabe; GO überspringt sie automatisch.

Kapitel 6

Eine Show fahren

Der Abspielzeiger (Playhead, oranges Dreieck) rückt bei jedem GO um einen Cue vor. Jeder Cue kann eine Vor- und eine Nachwartezeit haben. Zwei Kästchen im Reiter Identität steuern die automatische Verkettung:

  • Auto-follow: Der nächste Cue startet sofort, ohne das Ende des laufenden abzuwarten.
  • Auto-continue: Der nächste Cue startet nach der Nachwartezeit automatisch, ohne erneutes GO.

Ein entschärfter Cue (Kästchen "Scharf" abgewählt) folgt denselben Verzögerungen wie ein normaler Cue, spielt sein Medium aber nie ab - nützlich für Proben, ohne ein noch nicht fertiges Medium (Video, Ton) auszulösen, oder um einen Cue vorübergehend zu deaktivieren, ohne ihn zu löschen. Sein Name erscheint in der Cue-Liste durchgestrichen.

Gruppen: Playlist oder Simultan

Ein Group-Cue fasst mehrere untergeordnete Cues zusammen (hineingezogen oder ausgewählt und dann per Rechtsklick "Gruppieren"). Der Modus wird im Reiter Einstellungen gewählt:

Réglages d'une cue Group

Der Gruppenmodus wird hier gewählt: Playlist (sequenziell) oder Simultan.

  • Playlist (sequenziell): Die untergeordneten Cues folgen nacheinander, jeder mit seinem eigenen Pre-/Post-Wait.
  • Simultan: Alle untergeordneten Cues starten gleichzeitig.

Die Gruppe zeigt ihre Farbe in der Cue-Liste je nach Modus und lässt sich im ausgewählten Zustand mit den Tasten "<"/">" auf- und zuklappen.

Kapitel 7

Audio-Cue

Im Reiter Einstellungen eines Audio-Cues wählen Sie die Datei, legen Start-/Endpunkt fest (um nur einen Ausschnitt abzuspielen), eine Schleife, eine Wiedergabegeschwindigkeit und das Routing zu den physischen Ausgängen.

Réglages d'une cue Audio

Datei, Start/Ende, Loop, Geschwindigkeit, dann der Mixer je Kanal (Master + die unter Einstellungen > Audio benannten Kanäle).

  • Geschwindigkeit: von 0,25x bis 4x, verändert zugleich die Tonhöhe (wie ein Band mit variabler Geschwindigkeit) - keine Tonhöhenkorrektur, bewusst einfach gehalten.
  • Mixer / Routing: ein Fader je konfiguriertem Ausgangskanal (benannt unter Einstellungen > Audio > Routing), dazu der Master. "Konsoleneinstellungen einfügen" übernimmt die live an der Ausgabe-Konsole eingestellten Pegel (Kapitel 9).
  • Audioeffekte (unter dem Mixer): Bass/Höhen-EQ, Kompressor/Limiter, 16-Band-Equalizer (eigene grafische Oberfläche), Reverb (algorithmisch, ohne Faltung) und Delay - je Cue ist immer nur ein Effekt aktiv.

Ein Fade-Cue, der auf diesen Cue zielt, kann die bereits laufende Lautstärke oder Geschwindigkeit schrittweise verändern.

Kapitel 8

Video- und Bild-Cue

Bevor Sie einen Video- oder Bild-Cue starten, brauchen Sie mindestens eine Projektions-"Fläche", die unter Einstellungen > Video > Flächen definiert ist (Kapitel 2) und ihrerseits mit einem im Reiter Routing deklarierten physischen Ausgang (Bildschirm) verknüpft ist.

Sobald eine Fläche vorhanden ist, bietet der Video-/Bild-Cue:

Réglages d'une cue Vidéo

Datei, Zielfläche, dann Geometrie (Vollbild, Deckkraft, Skalierung, Position, 3D-Rotation X/Y/Z).

  • Geometrie: Skalierung, Position, 3D-Rotation, Deckkraft - alle per Fade-Cue schrittweise animierbar.
  • Warp (im Flächeneditor, Einstellungen > Video > Flächen, Kapitel 2): gitterbasierte Verzerrung, um eine Projektion auf unebenem Untergrund oder einen Projektorwinkel zu korrigieren.
  • Effekte (gemeinsam für Video/Bild, unter der Geometrie): Sättigung, Kontrast, Helligkeit, Schwarzweiß, Sepia.
  • Wiedergabegeschwindigkeit (nur Video): 0,25x bis 4x, Bild und eingebetteter Ton bleiben synchron.
Réglages d'une cue Image, avec le groupe Effets déplié

Ein Bild-Cue teilt dieselbe Geometrie und dieselben Effekte wie ein Video-Cue (hier mit ausgewählter Sättigung).

Die Schaltfläche "Preview" in der Transportleiste öffnet eine Vorschau aus allen derzeit aktiven Medien auf dem gewählten Ausgang, ohne etwas auszulösen - praktisch, um vor der Vorstellung den Bildausschnitt zu prüfen.

Kapitel 9

MIDI-Cue und Mischpult

Ein MIDI-Cue sendet eine oder mehrere Nachrichten über einen konfigurierten Ausgangsport:

Réglages d'une cue MIDI

Ausgangsport, dann eine Liste von Nachrichten (Note On/Off, Control Change, SysEx, NRPN ...), frei hinzufügbar und entfernbar.

Die Ports werden unter Einstellungen > MIDI deklariert (bis zu 4 Ausgänge und 4 Eingänge):

Onglet MIDI des Einstellungen

Die Eingangsports empfangen MIDI-Befehle (MIDI-Learn-Kürzel, Mischpult) und öffnen sich beim Start automatisch.

Ausgabe-Konsole

Die Schaltfläche "Console" in der Transportleiste öffnet ein Mischpult: Master + 10 Ausgangskanäle, mit VU-Metern und MIDI-Learn-Zuweisung je Fader (um jeden Kanal über einen physischen Controller zu steuern).

Ausgabe-Konsole

"Einstellungen kopieren" überträgt diese Pegel in den Mixer eines ausgewählten Audio-Cues; "Alles auf 0 dB zurücksetzen" bringt alle Fader auf ihren neutralen Wert.

Kapitel 10

OSC-Cue

Ein OSC-Cue sendet einen Befehl an eine Fremdsoftware oder ein Fremdpult. Zwei Modi im Reiter Einstellungen:

Réglages d'une cue OSC en mode manuel

Modus "Manuell": Host/Port/OSC-Adresse direkt eingegeben, mit Argumenten (Args), deren Typ - Zahl, Boolescher Wert oder Text - automatisch erkannt wird.

  • Patch (vorkonfigurierte Bank): wählt einen unter Einstellungen > OSC > Ausgehend deklarierten Patch und dann einen Befehl aus einer bereits auf das Zielprodukt zugeschnittenen Liste (ETC Eos, QLab, Midas/Behringer, grandMA3, Resolume, OBS ...).
  • Manuell (Host / direkte Adresse): für einen Bedarf, den keine Bank abdeckt, mit von Hand eingegebenem Host/Port/Adresse/Argumenten.

Ausgehende Patches und der eingehende Empfangsserver werden unter Einstellungen > OSC konfiguriert:

Onglet OSC des Einstellungen, patchs sortants

Bis zu 6 ausgehende Patches, jeweils mit Protokoll, Bank, Quell-Netzwerkschnittstelle, Ziel und je nach Protokoll einem optionalen Passwort.

Standardports von JustMakeQ: 53025 (generischer Patch) und 53026 (lokaler eingehender Server), bewusst verschieden von den Standardports von QLab.

Kapitel 11

PJLink-Cue

PJLink ist ein Standard-Netzwerkprotokoll zur Steuerung von Projektoren (Einschalten, Ausschalten, Eingangswahl, Bildstummschaltung ...). Projektoren werden einmalig unter Einstellungen > PJLink gepatcht (10 Plätze):

Onglet PJLink des Einstellungen

Name, Quell-Netzwerkschnittstelle, Ziel-IP-Adresse, Port und optionales Passwort für jeden Projektor. Die Schaltfläche "?" am Zeilenende fragt den Projektor direkt ab (Name, Hersteller, Modell, Stromversorgung, aktiver Eingang, Shutter, Lampe, Fehler); das Datum der letzten Abfrage bleibt dauerhaft in seiner Spalte sichtbar.

Ein PJLink-Cue wählt danach einfach einen gepatchten Projektor und einen Befehl:

Réglages d'une cue PJLink

Der Cue benennt sich automatisch um und spiegelt den gewählten Projektor und Befehl wider.

Kapitel 12

HTTP-Cue

Der HTTP-Cue sendet eine Webanfrage (GET/POST/PUT/PATCH/DELETE) an einen Drittdienst - praktisch, um nahezu jedes Gerät oder Programm mit Web-API zu steuern (vernetztes Licht, Benachrichtigungen, Hausautomation ...).

Réglages d'une cue HTTP

Die Auswahl "Produkt" und dann "Aktion" bietet fertige Vorlagen; Methode, URL, Header und Anfragetext bleiben frei bearbeitbar.

Für rund fünfzehn gängige Produkte gibt es vorausgefüllte Vorlagen (vMix, WLED, Bitfocus Companion, Philips Hue, Shelly, Home Assistant, Discord, Pushover, ntfy, PTZOptics-kompatible PTZ-Kameras ...), damit man nicht jede Anfrage selbst schreiben muss. Das Feld "Letzte Antwort" zeigt die Serverantwort live an - nützlich, um vor der Vorstellung zu prüfen, ob eine Anfrage funktioniert.

Die Option "Automatisch erneut versuchen nach" sendet die Anfrage nach der gewählten Verzögerung genau einmal erneut, wenn der erste Versuch scheitert (kurzzeitige Netzstörung) - der Cue geht nur dann in den Fehlerzustand, wenn beide Versuche scheitern.

Kapitel 13

Live-Stream-Cue (Stream)

Der Stream-Cue zeigt einen Live-Netzwerk-Videofeed auf einer Projektionsfläche - IP-Kamera, Encoder oder Videomischer mit einem Standardstream. Er teilt Geometrie (Position, Skalierung, Rotation), Videoeffekte und Audiomischung (kanalweises Routing, Effekte) mit dem normalen Video-Cue (Kapitel 8); nur die Quelle unterscheidet sich.

Erkannte Protokolle, automatisch am Präfix der eingegebenen URL erkannt: rtsp://, rtsps://, rtmp://, rtmps://, srt://, rist://, udp://, rtp://, tcp:// sowie http:///https:// für einen HLS- (.m3u8) oder DASH-Stream (.mpd).

⚠️ Da ein Stream kein bekanntes Ende hat, besitzt der Stream-Cue weder Dauer noch Start-/End-Beschnitt noch Schleife - anders als der Video-Cue. Ein Vorschaubild versucht, im Inspektor ein Einzelbild aus dem Livestream zu holen (höchstens 3 Sekunden, sonst erscheint ein generischer Platzhalter).

Kapitel 14

VISCA- und ONVIF-Cue (PTZ-Kameras)

Zwei eigene Cues steuern eine motorisierte Pan/Tilt/Zoom-Kamera (PTZ) direkt aus einem Cue heraus, ohne Fremdsoftware: Bewegung, Zoom, Abrufen und Speichern von Presets.

VISCA-over-IP

Ein binäres Standardprotokoll, das die meisten Pro-/Broadcast-PTZ-Kameras nutzen (Sony und kompatible). Jede Kamera wird einmalig unter Einstellungen > VISCA gepatcht (Ziel, Port - standardmäßig 52381 -, Adresse auf dem VISCA-Bus von 1 bis 7); anschließend wählt jeder VISCA-Cue eine gepatchte Kamera und einen Befehl (Pan/Tilt in 4 Richtungen + Stopp, Zoom rein/raus/Stopp, Home-Position, Preset von 0 bis 127 abrufen oder speichern).

ONVIF

Ein offener Standard auf Basis von SOAP/HTTP, verbreitet bei IP-Überwachungskameras und einigen Broadcast-Modellen. Jede Kamera wird unter Einstellungen > ONVIF gepatcht (Ziel, Port, Benutzername/Passwort, Medienprofil und Servicepfad - je nach Modell einzeln zu prüfen, da der Standardwert nicht zu allen Marken passt). Verfügbare Befehle: kontinuierliche Bewegung (einstellbare Pan/Tilt/Zoom-Geschwindigkeiten), Stopp, Home-Position, Preset abrufen/speichern (über einen frei wählbaren Namen identifiziert, nicht über eine bloße Nummer wie bei VISCA).

⚠️ Für eine PTZ-Kamera, die weder VISCA-over-IP noch ONVIF, sondern nur eine einfache Web-API bietet (viele streamingorientierte Modelle wie PTZOptics), eignet sich ebenso die Vorlage "PTZ-Kamera (HTTP CGI)" des HTTP-Cues (Kapitel 12).

Kapitel 15

KI-Steuerung (MCP)

JustMakeQ enthält einen MCP-Server (Model Context Protocol), mit dem ein kompatibler KI-Assistent (Claude Code, Claude Desktop, Codex ...) eine geöffnete Sitzung steuern kann: Cues auflisten, erstellen, ändern oder umsortieren, GO/Stop/Pause auslösen.

Onglet IA / MCP des Einstellungen

Standardmäßig deaktiviert. Der Lauschport (53020) und die Netzwerkschnittstelle (standardmäßig localhost) werden hier eingestellt, ebenso das für jede Verbindung erforderliche Zugriffstoken.

⚠️ Das Token wird im Klartext über das Netzwerk übertragen (unverschlüsseltes Protokoll), auch wenn es lokal zwingend erforderlich ist: Schalten Sie den Server ab, wenn Sie ihn nicht nutzen, und öffnen Sie ihn in einem nicht kontrollierten Netzwerk nicht über localhost hinaus. Die Schaltfläche "Neu generieren" entzieht jedem bereits mit dem alten Token eingerichteten Client sofort den Zugang.

Sobald der Server aktiviert ist, bietet der Reiter kopierfertige Konfigurationsbeispiele für die wichtigsten KI-Clients (CLI-Befehl, Datei .mcp.json, config.toml).

Kapitel 16

Coworking

Coworking erlaubt es mehreren Operatoren, dieselbe Sequenz gleichzeitig von verschiedenen Arbeitsplätzen aus zu fahren: Ein Host spielt die Medien tatsächlich ab, verbundene Clients sehen den Zustand live (Cue-Liste, Status, Playhead) und können je nach Berechtigungsstufe die Sequenz bearbeiten oder Transportbefehle auslösen.

Erreichbar über das Menü Datei > "Coworking-Sitzung ...": eine Sitzung als Host starten oder einer im lokalen Netzwerk automatisch gefundenen Sitzung beitreten. Der Host bestätigt jede neue Verbindung manuell und kann die Stufe jedes Clients jederzeit anpassen (nur lesen, bearbeiten oder volle Kontrolle) über den Dialog "Mitwirkende".

⚠️ Der Netzwerktransport ist nicht verschlüsselt (ws://, Port 53015): nur in einem vertrauenswürdigen Technik-Netzwerk verwenden und nicht in einem mit dem Publikum geteilten Saal-WLAN.

Kapitel 17

Fehlerbehebung

Protokolle anzeigen

Das Menü "?" > "Protokolle ansehen ..." öffnet direkt den Ordner mit den Logdateien, die bei jedem Start mit Zeitstempel versehen werden. Nach einem Absturz enthält dieser Ordner entweder eine vollständige Python-Ausnahme oder - bei einem tiefer liegenden (nativen) Absturz - eine separate Datei *_fault.log mit dem Stack aller Threads zum Zeitpunkt des Fehlers. Diese Dateien einer Supportanfrage beizufügen beschleunigt die Diagnose erheblich.

Häufige Probleme

  • Ein Video-/Bild-Cue zeigt nichts an: prüfen, ob in seinen Einstellungen tatsächlich eine Fläche ausgewählt ist und ob diese unter Einstellungen > Video > Routing mit einem realen physischen Ausgang verknüpft ist.
  • Kein Ton: die unter Einstellungen > Audio > Routing gewählte Schnittstelle prüfen sowie das kanalweise Routing im Reiter Einstellungen des Cues.
  • Ein OSC-/HTTP-/PJLink-Befehl geht nicht raus: Das Feld "Letzte Antwort" (HTTP) oder die Serverstatus-Anzeigen unten rechts im Hauptfenster helfen zu bestätigen, dass tatsächlich eine Netzwerkverbindung besteht.
  • Lizenz: Das Menü "?" > "Lizenz verwalten" zeigt den detaillierten Status; bei einem Netzwerkfehler während der Aktivierung nennt die Meldung nun die Ursache (Systemuhr, Firewall, DNS, Proxy).

Für jede hier nicht behandelte Frage können Sie das Team über die Seite Support direkt kontaktieren.